Eingabehilfen öffnen

DAX unter Drucklage: Ölpreis als Katalysator steigender Inflationsprämien!

Liebe Community der LinkedIn-Gruppe „Wirtschaft + Börse + Professionelles Portfoliomanagement“,

am deutschen Aktienmarkt setzt sich die gegenwärtige Schwächephase fort.

 

Der DAX bleibt unter dem Eindruck der Verluste der Vorwoche und weist derzeit eine Abweichung von mehr als zwölf Prozent vom historischen Hoch von 25.507 Punkten auf. Parallel dazu bewegt sich der Brent-Ölpreis deutlich oberhalb der Marke von 100 US-Dollar, was mit einer spürbaren Erhöhung makroökonomischer Risiken einhergeht.

 

Im Mittelpunkt steht erneut die Europäische Zentralbank (EZB): Zwar erfolgte keine unmittelbare Zinserhöhung, doch der Ausblick für die geldpolitische Straffung fällt vorsichtiger aus.

 

Die Zentralbank geht für das Jahr 2026 nun von einer höheren Inflation von 2,6 Prozent aus, während die Konjunkturaussichten auf 0,9 Prozent gesenkt wurden. Dies verschärft den Zielkonflikt zwischen Preisstabilität und Wachstum und erhöht den Spielraum für eine restriktivere Geldpolitik.

 

An den Märkten wird bereits mit ersten Zinsschritten in den kommenden Monaten gerechnet. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage ein bedeutender Unsicherheitsfaktor.

 

Die Lage rund um den Hormus-Schiffverkehr ist durch fortdauernde Spannungen gekennzeichnet, verschärft durch Angriffe auf Energieinfrastruktur. Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, Schifffahrtsrouten zu sichern, zeigen bislang nur eingeschränkte Wirkung, auch wenn einzelne Frachtschiffe weiterhin passieren können.

 

👉 Technische Perspektive (Unterstützungen/Widerstände):

 

  • Unterstützungen: 22.260; 22.000; 21.700 Punkte

 

  • Widerstände: 22.600; 23.000; 23.400 Punkte

 

  • Kurzfristige Tendenz: negativ; langfristig potenziell wieder positive Entwicklung 

Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen verzeichneten seit Anfang März spürbare Aufwärtsbewegungen und nähern sich der Drei-Prozent-Marke.

 

👉 Hinweise zu aktionärsbezogenen Entwicklungen:

 

Darüber hinaus rückt Commerzbank stärker in den Fokus: Der Vorstoß von UniCredit illustriert erneut die Widersprüche europäischer Finanzpolitik. Während grenzüberschreitende Bankenkonsolidierung politisch gewünscht ist, stößt das konkrete Angebot auf Widerstände. Das gegenwärtige Angebot zielt weniger auf eine unmittelbare Übernahme als auf eine strategische Positionierung ab und darauf, Gespräche mit dem Vorstand sowie der Politik in Berlin in Gang zu bringen.

 

Unser Fazit: Der DAX zeigt Relativität gegenüber dem Marktumfeld weiterhin Anfälligkeiten. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist die Entwicklung der Lage im Nahen Osten. Bleibt die Eskalation bestehen, dürfte der Druck auf den Markt anhalten und der DAX weitere Abwärtsbewegungen verzeichnen. Entspannt sich die Situation dagegen, könnten rasche Gegenbewegungen auftreten.

 

Ich freue mich auf den informativen Austausch in unserer LinkedIn-Gruppe

 

Wirtschaft + Börse + Professionelles Portfoliomanagement

 

https://www.linkedin.com/groups/13291104/

 

und stehe unseren Gruppenmitgliedern für Fragen und Analysen gern zur Verfügung!

 

Beste Grüße aus Frankfurt am Main

 

Michael Neumann

Chief Executive Officer

Admin / Gruppenmoderator

 

Neumann Capital AG

Altenhöferallee 15

D-60438 Frankfurt am Main

 

Phone +49 (0)69-95776107

Mobile / WhatsApp +49 (0)151 - 18411595

info@neumann-capital.com

https://www.neumann-capital.com